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Karla-Maria Schälike, die Gründerin und Leiterin des Kinder-Rehabilitationszentrums »Ümüt-Nadjeschda« in Kirgisien, mit dem sie inzwischen seit 30 Jahren zum Wohle Behinderter arbeitet, besuchte auf ihrer Deutschland-Reise am Donnerstag auch Haslach. Sie war von der Carl-Sandhaas-Schule und Naturkost Kiebitz eingeladen worden. 

Die Carl-Sandhaas-Schule, die in der Vergangenheit schon mehrfach personell und finanziell mit »Ümüt-Nadjeschda« verbunden war, wollte mit dieser Einladung Karla-Maria Schälkes Einrichtung erneut unterstützen. Der Saal der Schule war am Donnerstag mit interessierten Besuchern gut besetzt. Zu Beginn ihres Vortrags ging die Leiterin des Kinder-Rehabilitätszentrums »Ümüt-Nadjeschda« in Kirgisien auf Land und Leute der ehemaligen Sowjetrepublik ein.

Mit einer von kirgisischer Musik unterlegten Bildpräsentation zeigte Karla-Maria Schälike die ebenso grandiose wie oft karge Landschaft mit ihren Siebentausendern des Pamir-Gebirges und dem herrlichen Isykkulsee mit seinem warmen Mineralwasser, der Karla-Maria Schälikes ihre heißgeliebte Nordsee vergessen ließ. 

Tolerant - außer gegenüber Behinderten

 

Sie ging auf die zahlreichen gefährdeten Tierarten ein, die in Kirgisien beheimatet sind, wie etwa den Schneeleoparden, den der kirgisische Dichter Tschingis Aitmatow, nebenbei Ehrenpräsident von »Ümüt-Nadjeschda«, so wunderbar beschreibt.

Schälike ging auch auf die Menschen Kirgisiens ein, diesem Durchzugsgebiet mit seinen vielen Nationalitäten und seiner bewegten Geschichte. Sie würden eine offene, überaus tolerante Gesellschaft bilden – außer gegenüber Behinderten. Die seien wegen ihres »bösen Blicks« gefürchtet und würden als nicht bildungsfähig unter unwürdigen Bedingungen weggesperrt.

 

»Wir waren geschockt und beschlossen, Kindern, die in solchen Anstalten zugrunde gehen, zu helfen«, erinnerte sich Karla-Maria Schälike. Mit 28 ehrenamtlichen Helfern gründete sie das Kinder-Rehabilitationszentrum »Ümüt-Nadjeschda«. Zunächst gab es Schwierigkeiten, die Nachbarn versuchten sie zu vertreiben. »Heute sind sie an die Kinder gewöhnt«, stellte sie fest. 

Damit nicht genug: Die Einrichtung mit ihrer Sprach-, Bewegungs- und Reittherapie, mit Kunst- und Musiktherapie oder Chirophonetik leitete einen Umschwung in der Einstellung gegenüber Behinderten ein. »Inzwischen gibt es Inklusion im ganzen Land«, freute sie sich. Eine inklusive Tanzgruppe habe sogar einen nationalen Breakdance-Wettbewerb gewonnen. 

Zu 70 Prozent mit Spenden finanziert

Anschließend zeigte sie einen Film über ihre zu 70 Prozent mit Spenden aus Deutschland und der Schweiz finanzierte Arbeit vor Ort, die sich an der Waldorf-Pädagogik orientiert. Inzwischen nimmt die Einrichtung selbst heilpädagogische Ausbildungen mit international anerkannten Qualifizierungen vor. Für die größer werdenden Kinder wurden Werkstätten angegliedert und zwei »Soziale Dörfer« gegründet, die jedoch bereits wieder überfüllt seien. 

Mit dem Aufruf »helfen Sie weiter, das ist ganz wichtig für uns«, beendete Karla-Maria Schälike ihren Vortrag. Anschließend übergab ihr Hanni Schaeffer von der Naturkost Kiebitz als Spende einen Teil des Erlöses des Warentauschtags. Vor Schälikes-Vortrag und danach zur Gesprächsrunde bewirteten Schüler die Besucher mit selbst zubereiteten Häppchen sowie Getränken.

  •  Spendenkonto: Förderverein Ümüt-Nadjeschda e.V., Kreissparkasse Tuttlingen, IBAN: DE71 6435 0070 0000 1070 99; BIC: SOLADES1TUT
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